Tattoos
Ursprung und Entwicklung 
Viele unterschiedliche Hinweise deuten darauf hin, dass sich das
Tätowieren bei den verschiedenen Völkern der Erde selbständig und
unabhängig voneinander entwickelt hat.
Im Norden Chiles wurden 7000 Jahre alte Mumien gefunden, die
Tätowierungen an Händen und Füßen aufwiesen.
Die Gletscher-Mumie
Ötzi
trug vor über 5000 Jahren mehrere Zeichen, die mit Nadeln oder durch
kleine Einschnitte unter die Haut gebracht worden waren.
Besonders aufwändige und großflächige Tätowierungen sind bereits von
eisenzeitlichen
Skythen,
einem Reitervolk der russischen Steppe und des
Kaukasus
und aus der
Pazyryk-Kultur
im
Altai
bekannt.
Man kann daher davon ausgehen, dass die These, das Tätowieren stamme aus
Südwestasien und hat sich von dort über
Ägypten
nach
Polynesien
und
Australien
ausgebreitet bis es nach Nord- und Südamerika kam, nicht haltbar ist.
In seiner rituellen Bedeutung ist es in Mikronesien, Polynesien, bei der indigenen Bevölkerungen und auch in Japan verbreitet.
Während Anfang des 20.
Jahrhunderts Tätowierungen fast nur bei Seeleuten, Soldaten, Angehörigen
der Unterwelt oder Häftlingen zu sehen waren,
wurden sie ab den späten 1980er
Jahren ein Modetrend.
Vor allem die Tribal-Tattoos erlebten in
den 1990er Jahren ihre Blütezeit. Ende der 1990er Jahre gab es einen
Trend zu Old-School-Motiven. Dies sind Motive, die ihren Ursprung häufig
in alten Seemannstätowierungen haben. Beispiele für Motive sind Sterne,
Schwalben,
Anker oder Herzen.
Heute ist das Tattoo salon- und gesellschaftsfähig geworden, nicht zuletzt durch die vielen Stars und Sternchen, die stolz ihre Tattoos der Öffentlichkeit präsentieren.
